Progressive Muskelentspannung: Anleitung nach Jacobson + Übungen
Die progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobson richtig anwenden: Übungsanleitung, PME zum Einschlafen — und wie eine atembasierte Ergänzung zusätzlich beim Loslassen helfen kann.
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Progressive Muskelentspannung: So geht sie richtig
Progressive Muskelentspannung (PME) nach Edmund Jacobson ist eine der am besten untersuchten Entspannungsmethoden. Das Prinzip ist einfach: Sie spannen eine Muskelgruppe kurz bewusst an, lassen sie dann vollständig los und spüren der Entspannung nach. Der Kontrast macht die Entspannung deutlich spürbar — genau darin liegt die Wirkung.
So funktioniert der Anspannen-Halten-Loslassen-Zyklus:
- Anspannen: Die gewählte Muskelgruppe für 5–7 Sekunden fest anspannen — spürbar, aber nicht schmerzhaft.
- Halten: Die Spannung kurz halten und bewusst wahrnehmen, wie sie sich anfühlt.
- Loslassen: Die Muskeln komplett entspannen und 20–30 Sekunden lang dem Unterschied zwischen An- und Entspannung nachspüren, bevor es zur nächsten Muskelgruppe geht.
Eine vollständige Übung durchläuft meist alle großen Muskelgruppen der Reihe nach: Hände und Unterarme, Oberarme, Schultern und Nacken, Gesicht, Bauch, Gesäß, Oberschenkel, Unterschenkel und Füße. Für Einsteiger dauert ein Durchgang etwa 15–20 Minuten; es gibt auch verkürzte 5-10-Minuten-Varianten.
Progressive Muskelentspannung zum Einschlafen
PME eignet sich gut als Einschlafhilfe, weil sie im Liegen durchgeführt werden kann und die körperliche Anspannung des Tages abbaut. Manche beginnen bei den Füßen und arbeiten sich nach oben, andere bei den Händen — beide Reihenfolgen sind gebräuchlich. Wichtig ist vor allem ein langsames Tempo und die Bereitschaft, bei einer Muskelgruppe auch mal einzuschlafen, statt die Übung zwanghaft zu Ende zu bringen.
PME und Atmung: eine sinnvolle Ergänzung
PME setzt am Muskeltonus an — über die willentliche An- und Entspannung lernt der Körper, Verspannung loszulassen. Ein zweiter, ergänzender Zugang ist die Atmung: Sie ist die einzige Funktion des autonomen Nervensystems, die sich bewusst steuern lässt, und wirkt direkt auf den Parasympathikus, das System für Ruhe und Erholung.
Die SKY-Atemtechnik als Ergänzung
Gut untersucht ist die Atemtechnik SKY (Sudarshan Kriya Yoga). Studien deuten darauf hin, dass sie den Parasympathikus ansprechen und die körperliche Stressreaktion unterstützen kann; die Arbeit von Brown und Gerbarg (2005, Journal of Alternative and Complementary Medicine) beschreibt Effekte auf Atemfrequenz und Stressregulation. Anders als PME braucht SKY in der Akutanwendung kein festes Übungsprotokoll über mehrere Muskelgruppen — die Wirkung setzt direkt über die Atmung an. Heilversprechen lassen sich daraus nicht ableiten; viele Teilnehmende berichten aber, dass die Kombination aus beiden Zugängen — Körper und Atmung — ihnen hilft, zuverlässiger herunterzufahren.
Wann Sie professionelle Hilfe suchen sollten
Entspannungstechniken wie PME oder Atemübungen können viel auffangen, ersetzen aber keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine Therapeutin, wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken:
- Anhaltende muskuläre Verspannung oder Schmerzen, die über Wochen nicht nachlassen
- Schlafstörungen, die trotz regelmäßiger Übung bestehen bleiben
- Hinweise auf einen Burnout — innere Leere, Zynismus, das Gefühl auszubrennen
- Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit über längere Zeit
In diesen Fällen ist eine Entspannungstechnik allein nicht der richtige Weg — hier braucht es fachliche Begleitung.
Eine Technik, die Sie erlernen können
Wenn Sie neben der PME eine atembasierte Praxis von Grund auf lernen möchten, bietet das Art of Living Happiness Program (Kurs Teil 1) einen strukturierten Einstieg. An drei Tagen leiten zertifizierte Lehrer die SKY-Atemtechnik live an — gedacht für Einsteiger, ohne Vorkenntnisse. Der Kurs ist nach § 20 SGB V über die ZPP zertifiziert und wird von vielen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Verstehen Sie SKY als Ergänzung zu Techniken wie PME, die Sie danach selbstständig im Alltag nutzen können.
Seit über 40 Jahren bewährte Techniken aus der Art of Living Tradition
Ø 4,9 von 5 Sternen aus 250+ Google-Bewertungen
Praxiserprobt in über 180 Ländern weltweit
Anspannung sitzt im Körper — nicht nur im Kopf
- Sie liegen abends wach und die Gedanken kreisen, obwohl Sie die PME-Übung schon kennen
- Die Anleitung ist lang — nach der Hälfte sind Sie eingeschlafen oder abgelenkt
- Sie sind unsicher, ob Sie die Anspannen-Halten-Loslassen-Reihenfolge richtig machen
- Tagsüber im Büro fehlt die Zeit für eine 20-Minuten-Übung
- Sie suchen etwas Kurzes für akute Anspannung zwischendurch
Atembasierte Entspannung als Ergänzung zur PME
SKY (Sudarshan Kriya Yoga) ist eine atembasierte Technik, die sich gut als Ergänzung zur progressiven Muskelentspannung eignet. Sie spricht das autonome Nervensystem direkt über die Atmung an und ist Gegenstand zahlreicher Studien, u.a. an Yale, Harvard und den NIH.
Akutübung ohne Übungsprotokoll
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Mit regelmäßiger Praxis kann sich der Umgang mit Anspannung nachhaltig verändern — nicht nur im Moment der Übung.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist progressive Muskelentspannung nach Jacobson genau?
PME ist eine Entspannungsmethode, bei der Sie einzelne Muskelgruppen nacheinander bewusst anspannen und wieder loslassen. Der Kontrast zwischen Anspannung und Entspannung hilft, tiefere körperliche Ruhe wahrzunehmen und zu erlernen.
Wie mache ich PME richtig — Schritt für Schritt?
Sie spannen eine Muskelgruppe, zum Beispiel die Hand, für etwa 5–7 Sekunden an, lassen dann bewusst los und spüren 20–30 Sekunden lang dem Unterschied zwischen An- und Entspannung nach, bevor Sie zur nächsten Muskelgruppe übergehen — typischerweise von den Händen über Arme, Schultern und Gesicht bis zu Bauch, Beinen und Füßen.
Eignet sich PME zum Einschlafen?
Ja, viele nutzen PME abends im Liegen, um körperliche Anspannung vor dem Schlafen zu lösen. Eine vollständige Übung dauert je nach Variante 15–20 Minuten; es gibt auch verkürzte Fassungen für den schnelleren Einstieg.
Ist PME wissenschaftlich anerkannt?
Ja, progressive Muskelentspannung ist eine gut untersuchte, etablierte Entspannungsmethode. Sie wird von Krankenkassen häufig im Rahmen der Prävention nach § 20 SGB V anerkannt.
Was ist der Unterschied zwischen PME und der Atemtechnik SKY?
PME setzt am Muskeltonus an: Über Anspannung und Loslassen lernen Sie, körperliche Verspannung bewusst zu lösen. SKY setzt an der Atmung an und spricht das autonome Nervensystem direkt an. Beide Zugänge schließen sich nicht aus — viele kombinieren sie.
Brauche ich Vorerfahrung für den Art of Living Kurs?
Nein. Der Kurs Teil 1 ist für Einsteiger konzipiert. Ein zertifizierter Lehrer leitet Sie an drei Tagen Schritt für Schritt durch die SKY-Atemtechnik.
Über Art of Living
Die Art of Living Foundation ist eine der weltweit größten gemeinnützigen Organisationen, 1981 von Gurudev Sri Sri Ravi Shankar gegründet. Ihre Mission: eine stressfreie, gewaltfreie Gesellschaft — durch Atemtechniken, Meditation und Yoga.
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